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Hund dreckig vom Gassi: Pfoten reinigen ohne Wellness-Programm

Von Futterprüfer · · Zuletzt aktualisiert: 09. Oktober 2026

Halterin trocknet die matschigen Pfoten ihres Hundes im Flur mit einem Mikrofaserhandtuch

Der Handel verkauft Pfotenwascher, Spezialseifen und Wellness-Sets. Dabei reichen meist ein Handtuch, eine Matte und fünf Minuten Routine. Was nach Regen, Matsch und Streusalz wirklich nötig ist.

Hunde laufen seit einigen zehntausend Jahren barfuß durch Matsch und Pfützen, und sie sind darüber nicht ausgestorben. Der Mensch, der im 21. Jahrhundert mit ihnen in einer Stadtwohnung lebt, leidet mehr als das Tier: Pfotenabdrücke auf dem Parkett, Erdkrümel im Flur, nasses Fell auf dem Sofa. Der Handel hat das Problem entdeckt und bietet Pfotenwascher, Spezialseifen und Wellness-Sets an. Das meiste davon brauchen Sie nicht.

Die Komm-rein-Routine in vier Schritten

  1. Warten an der Tür: Der Hund bleibt an der Leine, bis Sie bereit sind. Sonst wird der Flur zum Jackson-Pollock-Gemälde.
  2. Grob abtreten: Eine robuste Schmutzfangmatte nimmt den größten Dreck mit.
  3. Abtrocknen: Ein saugfähiges Mikrofaserhandtuch, jede Pfote einzeln, auch zwischen den Zehen. Danach Bauch und Beine.
  4. Kontrollieren: Ein kurzer Blick auf Steinchen, Dornen, Risse oder Rötungen zwischen den Ballen. Danach gibt es ein Leckerli, damit die Routine ein gutes Ende hat.

Legen Sie das Handtuch an einen festen Platz im Flur. Was nicht griffbereit liegt, wird nicht benutzt. Das gilt für Hundehalter genauso wie für jeden anderen.

Wenn der Hund keine Pfoten anfassen lässt

Manche Hunde finden Pfotenreinigung ungefähr so angenehm wie eine Wurzelbehandlung. Dann hilft Geduld in kleinen Schritten:

  • Berühren und belohnen: Pfote kurz anfassen, loben, Leckerli. Dann ein wenig länger.
  • Ablenken: Eine Leckmatte mit etwas Paste hält den Hund beschäftigt, während Sie trocknen.
  • Trocknen lassen und ausbürsten: Bei lehmigem Matsch hilft Abwarten. Angetrockneter Dreck lässt sich meist einfach abbürsten.
  • Feuchttücher: Für unterwegs gibt es Tücher für Tierpfoten. Nehmen Sie parfümfreie.

Matsch, Streusalz, nasse Haut

  • Matsch und Erde: Antrocknen lassen und ausbürsten, oder lauwarm abspülen und gründlich trocknen.
  • Streusalz und Splitt im Winter: Pfoten nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser abspülen. Salz reizt die Haut, und der Hund leckt es anschließend ab.
  • Nasses Fell: Gut abtrocknen, vor allem Achseln und Bauch. Dauerfeuchte Hautfalten sind kein Vergnügen.

Was Sie wirklich brauchen

Mikrofaserhandtücher, Bürste und Schmutzfangmatte im Flur
  • Zwei bis drei waschbare Mikrofaserhandtücher im Wechsel
  • Eine waschbare Schmutzfangmatte
  • Eine weiche Bürste für angetrockneten Matsch
  • Leckerlis oder eine Leckmatte

Mehr nicht. Teure Spezialgeräte sind nur bei Hunden sinnvoll, die den Dreck mit besonderer Hingabe sammeln, und auch dann nicht zwingend.

Wann die Tierarztpraxis ran muss

Sind die Pfoten gerötet, aufgerissen oder geschwollen, oder leckt der Hund ständig daran, gehört das in eine Tierarztpraxis. Dahinter können Allergien, Fremdkörper oder Hauterkrankungen stecken. Das lässt sich nicht wegwischen, auch nicht mit dem teuersten Pfotenwascher.

Weitere Ratgeber finden Sie im Fachblog.

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